"Orbis Imaginalis: Fictions of the Visible"

Aktuelles, 20 Mai 2026

generierendes System der Sichtbarkeit. Ausgehend von Jorge Luis Borges’ „Tlön,
Uqbar, Orbis Tertius” nähert sich die Ausstellung dem Bildraum über Wiederholung und innere Kohärenz. Das Bild erhält epistemische Wirksamkeit durch formale Beziehungen, die sich innerhalb des pictoralen Feldes entfalten. Figuration und Landschaft erscheinen dabei als veränderliche Konfigurationen innerhalb kontinuierlicher visueller Reorganisation.

 

Die Arbeiten von Irina Annina, Irina Drozd, Ivan Plusch, Dmitry Shorin, Eva Shorina und Olga Tobreluts entwickeln pictoriale Systeme, innerhalb derer Körper, architektonische Fragmente und Landschaften durch geschichtete Bildstrukturen zirkulieren. Historisches Zitat fungiert hierbei als generativer Mechanismus. Monochrome Verdichtung verändert räumliche Wahrnehmung. Digitale Konstruktion überführt klassische Bildreferenzen in neue visuelle Systeme. „Orbis Imaginalis” versteht das Sichtbare als ein fortlaufend verschobenes Feld, das sich durch pictoriale Relationen, zeitliche Instabi-litat und visuelle Projektion konstituiert.