„untauglich für das Leben im Flachland“
In dieser Ausstellung begegnen sich zwei künstlerische Positionen, die sich von den vertrauten Formen des Ich entfernen. Petra von Kazinyan arbeitet in ihren Wolkenbildern mit Zuständen, in denen Kontur und Selbstbild sich verflüchtigen und in ein offenes Feld übergehen, das jede feste Figur zurückweist. Teresa Grandits entwickelt Skulpturen und Körperformen, in denen die Hülle des Menschen sich löst, aushärtet, verdichtet oder zerfällt, als würde in diesem Prozess etwas entstehen, das nicht mehr an die Gewohnheiten der Person gebunden bleibt. Beide Positionen berühren den Punkt, an dem Identität sich ablöst und eine andere Struktur annimmt.
Der Titel stammt aus Thomas Manns Zauberberg und markiert den Bereich, in dem Wahrnehmung und Selbstverständnis sich verschieben. Die Arbeiten von Kazinyan und Grandits bewegen sich in dieser Zone, fern jenes Flachlands, das Stabilität verspricht und dabei jede Verwandlung dämpft.

