Teresa Grandits nimmt persönliche Kleidungsstücke als Ausgangspunkt für ihre neuen Arbeiten, lässt sie zu Wort kommen, während sie sich gleichzeitig selbst durch sie ausdrückt. Es ist diese leichte Schizophrenie, die sie behutsam in ihren Werken einfängt, ein emotionaler Leidensweg zwischen erinnern und erschaffen. Die textilen Gegenstände wirft sie in Pose, lässt sie aushärten und schafft dadurch die skulpturale Basis für die Produktion der Gipsformen. Die Künstlerin überzieht diese behutsam mit einem (puren oder pigmentierten) Latexgemisch, wobei sie in dem Verfahren bewusst mit den verschiedenen Schichtstärken spielt. Nach dem Trocknen wird das Werk respektive die Latexschicht, die nun die Form des Kleidungsstückes übernommen hat, wie eine Haut abgezogen und auf Leinwand kaschiert. Das Ergebnis sind Figuren, die fast menschlich den/die Betrachter*in zu einem Dialog, zwischen starken Posen und Verletzlichkeit einladen.

